Aktuelles
23. Juni 2026
Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) Sommer 2026 liegen vor. Sie wurde vom Institut für Freie Berufe (IFB) im Zeitraum vom 16.03. bis 26.04.2026 turnusmäßig durchgeführt und befasste sich mit der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung in den Kanzleien. Im Einzelnen:
Die aktuelle Geschäftslage wird von 36,4 % der befragten Freiberufler als gut eingeschätzt. Weitere 43,1 % bewerten sie als befriedigend und 20,5 % als schlecht. Verglichen mit den Vorjahreswerten hat sich die Stimmung verschlechtert. Lediglich die rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Berufe bewerten ihre aktuelle Lage etwas günstiger als im Vorsommer.
Sechs-Monats-Prognose: 8,3 % der Befragten rechnen für das kommende Halbjahr mit einer günstigeren Entwicklung. 52,8 % gehen von einer gleichbleibenden und 38,9 % von einer sich verschlechternden Lage aus. Hier zeigen sich deutliche Veränderungen zu den Vorjahreswerten, als 10,9 % eine positive, 59,2 % eine gleichbleibende und 29,9 % der Befragten eine negative Zukunftsprognose abgaben.
Personalplanung: 12,4 % der befragten Freiberufler gehen davon aus, in zwei Jahren eher mehr Mitarbeiter zu beschäftigen als heute. 66,1 % erwarten einen gleichbleibenden Mitarbeiterstamm und 21,5 % gehen von einem Rückgang aus. Im Vorjahr gingen 19,4 % davon aus, in zwei Jahren weniger Mitarbeiter zu haben, und 14,1 % erwarteten einen Zuwachs.
Konjunkturbarometer: Insgesamt wird die aktuelle Geschäftslage von den Freien Berufen besser bewertet als dies gesamtwirtschaftlich der Fall ist. Ebenso wie im Vorjahr werden die Geschäftserwartungen aber negativ bewertet. Dies ist auch gesamtwirtschaftlich gesehen der Fall, wobei die Freien Berufe hier noch etwas pessimistischer in ihrer Bewertung sind als andere Wirtschaftszweige. Aufgrund dieses Pessimismus in der aktuellen Geschäftslage ergibt sich ein negatives Geschäftsklima, welches sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechtert hat.
Auslastung: Aktuell geben 31 % der Befragten an, überausgelastet zu sein. Dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozentpunkte verringert. Mit 42,2 % gibt der Großteil der Freiberufler an, zu mehr als 75 bis 100 % ausgelastet zu sein. Weitere 13,8 % geben an, zu mehr als 50 bis 75 % ausgelastet zu sein. Bei 6,8 % der Teilnehmer liegt die Auslastung zwischen mehr als 25 bis 50 % und 6,2 % sind bis zu 25 % ausgelastet.
Perspektivische Auslastung: Von denjenigen, die noch nicht überausgelastet sind, erwarten 8,2 %, binnen der kommenden sechs Monate, und 10,5 %, innerhalb der nächsten zwei
Jahre über 100 % ausgelastet zu sein. Diese Werte lagen im Sommer 2025 bei 8,5 % und 12,8 %.
Die freiberufliche Selbständigkeit beeinflussende Faktoren: Die Befragten gehen auch weiterhin davon aus, dass ihre freiberufliche Tätigkeit am meisten von politischen Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Als zweitwichtigster Faktor wird die ausreichende Auskömmlichkeit der Tätigkeit identifiziert, darauf folgen an dritter Stelle die Einwirkungen der Digitalisierung auf das eigene Geschäftsfeld.
Die Ergebnisse der Umfrage sind auf der Internetseite des BFB veröffentlicht.
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